ECHTER SCHMUCK IN GOLDSCHMIEDETRADITION

 

Obwohl wir uns bemühen, unsere Schmuckstücke zu erschwinglichen Preisen anzubieten, machen wir bei der Herstellung keine Kompromisse. Wir haben uns entschieden, lediglich 3 Metalle – Gold, Silber und Bronze – zu verwenden. Alle Teile werden handgefertigt und alle Steine sind echt und von Hand geschliffen. Synthetische Steine, buntes Glas und billige Vergoldungen passen nicht zu unserer Philosophie. Deshalb haben wir dir hier einen kleinen Überblick über die von uns verwendeten Materialien zusammengestellt.

 

GOLD

Was soll man zu Gold noch sagen? Seit Jahrtausenden gilt es als Inbegriff des Reichtums und noch heute garantieren Goldreserven den Wert unseres Geldes. Alte Legenden besagen, dass das Gold aus den Strahlen der Sonne erwächst und es war immer schon ein Symbol für Glück und Zufriedenheit.

Pures Gold wäre viel zu weich, um daraus Schmuckstücke herzustellen, deshalb gibt es verschiedene Legierungen, bei denen dem Feingold andere Metalle hinzugefügt werden. Eine Gelbgoldlegierung enthält zum Beispiel meist noch Kupfer und Silber, bei Rot- bzw. Roségold wird dieser Silberanteil zugunsten des Kupfers reduziert. Weißgold erhält seinen feinen Glanz durch Silber und Palladium. Wie hoch der Feingoldanteil in einem Schmuckstück ist, kann man immer am Stempel ablesen. Weil unsere Schmuckstücke sehr schwer und massiv sind, verwenden wir in der Regel 375er Gold, das auch oft als 9-karätiges Gold bezeichnet wird und zu 37,5% aus Feingold besteht. Auf besonderen Wunsch fertigen wir aber natürlich auch gern jedes unserer Modelle gegen Aufpreis aus 585er und 750er Gold an.

 

SILBER

Es gab Zeiten, in denen Silber wertvoller war als Gold. Erinnert Gold an die Sonne, galt Silber bei den alten Ägyptern als „Mondmetall“. Es wird wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften in der Medizin eingesetzt und soll auch gegen Werwölfe helfen (letzteres konnten wir nicht verifizieren).

Für unsere Schmuckstücke verwenden wir 925er Silber, das in Anlehnung an die britische Währung „Pfund Sterling“ auch als Sterlingsilber bezeichnet wird. Diese hochwertige Legierung besteht aus 925 Anteilen Silber und 75 Anteilen Kupfer, das dem Silber die nötige Härte verleiht. 

 

BRONZE

Schon einige Tausend Jahre vor Christus wurden bereits kleine Statuen aus Bronze gefertigt. Das Material wurde so populär, dass ihm eine komplette Epoche – eben die Bronzezeit – gewidmet wurde. Noch heute findet Bronze Verwendung in den unterschiedlichsten Bereichen: Schmuck, Kunstgegenstände, Musikinstrumente, Medaillen und Formdüsen für die Nudelherstellung wären ohne diesen traditionsreichen Werkstoff undenkbar.

Anders als Gold und Silber ist Bronze kein eigenständiges Metall, sondern eine Legierung aus  ca. 87-91 % Kupfer und einem entsprechenden Anteil Zinn. Je nach Zusammensetzung fällt die Farbe von Bronze etwas rötlicher bzw. goldener aus.

 

RUTHENIUM

Ruthenium gehört zu den seltensten, nicht-radioaktiven Elementen auf der Erde. Dieses seltene Platinmetall wurde erst 1844 von einem deutschen Chemiker entdeckt. Wir mögen dieses sonderbare Metall und verwenden es, um unserem geschwärzten Silber die gewünschte Patina zu verleihen.

 

CITRIN

Es ist kein Wunder, dass dieser Stein seinen Namen einer Zitrusfrucht verdankt. Sein Farbspektrum reicht von zartem Zitronengelb bis zu einem kräftigen, fast bräunlichen Orange. Häufigste Fundorte sind Argentinien, Uruguay, Mosambik, Birma, Brasilien, Frankreich, Madagaskar, Russland, Spanien und die USA 

Bereits in der griechischen Antike waren Citrine populär. Römische Legionäre trugen den Citrin auf der Brust, um sich vor dem bösen Blick zu schützen. Auch heute werden diesem Stein noch zahlreiche positive Eigenschaften zugeschrieben. So soll er Menschen innere Stärke geben, ihnen helfen, Prüfungen mit Erfolg zu bestehen und Herz und Seele öffnen. Wenn wir unsere wunderschön facettiert geschliffenen Citrine in unserer SUNNY PARADISE Linie so anschauen, möchten wir das fast glauben.

 

TOPAS

Früher wurde der Topas irreführend auch als „Sächsischer Diamant“ bezeichnet. Tatsächlich gibt es in Muldenhammer in Sachsen einen topashaltigen Felsen, den Schneckenstein, dessen Topase nicht nur von August dem Starken getragen wurden, sondern die außerdem als Teil der Kronjuwelen von England zu bewundern sind. Den Sky-Blue Topas aus unserem SKY PARADISE Ring fand man im 18. Jahrhundert auch im sächsischen Schneckenstein. Allerdings waren die dort abgebauten Kristalle deutlich kleiner. 

Die meisten Topase kommen jedoch aus Brasilien. In Tschechien, Norwegen, Schweden, Japan, Mexiko, den Vereinigten Staaten, Sri Lanka, Birma und Pakistan gibt es ebenfalls größere Vorkommen. Farblich ist der Topas ein echtes Multitalent: gelbe, hellblaue, hellgrüne, gelbbraune, rötlichbraune, rote, rosa bis rötlich-orange, violette und farblose Steine kommen in der Natur vor. Weitere Farben – zum Beispiel der „Mystic Topas“ – entstehen durch das Bedampfen mit Ionen mit verschieden Gold- oder Platinlegierungen auf der Rückseite des Steins.

Dem Topas wird nachgesagt, dass er Männer schön und intelligent machen soll, Frauen hingegen fröhlich. Unsere Steine sind aber schon längst im 21. Jahrhundert angekommen und machen alle Geschlechter glücklich.

 

QUARZ

Quarz ist eines der vielseitigsten Mineralien und kommt quasi überall auf der Welt vor. In der Altsteinzeit wurde er wegen seiner Härte als Werkzeug oder Waffe geschätzt. In seiner reinsten Form ist er vollkommen transparent und farblos und wird, wenn er gut ausgebildete Kristalle entwickelt, als Berkristall bezeichnet. Der römische Naturwissenschaftler Plinius glaubte, dass diese Steine dauerhaft gefrorenes Eis seien. Durch Einschlüsse farbiger Minerale oder die Einwirkung von ionisierender Strahlung kann man Quarze jedoch in fast allen Farben finden. Quarz gilt seit dem Altertum als wertvoller Heilstein und wir finden, dass er in keiner Schmuckschatulle fehlen darf.

 

RAUCHQUARZ

Rauchquarz, der durch seine mokkabraune Färbung elegant und geheimnisvoll wirkt, wird ausschließlich zu Kunstgegenständen und Schmuckstücken verarbeitet, wie zum Beispiel unserem SMOKY PARADISE Ring.

 

RUTILQUARZ

Rutilquarz ist durch seine eingeschlossenen Titanoxid-Nadeln absolut unverwechselbar. Kein Stein gleicht dem anderen, aber alle wirken, als würde in ihrem inneren ein Schneesturm toben. Weil wir diese so hypnotisch finden, haben wir sie für unseren STORMY PARADISE Ring ausgewählt.

 

AMETHYST​

Dionysos, der Gott des Weines in der griechischen Mythologie, hatte einst einen wirklich schlechten Tag und das Bedürfnis, sich an einem Menschen zu rächen. Als ihm das unschuldige Mädchen Amethyst begegnete, sandte er zwei hungrige Tiger, die das Mädchen zerreißen sollten, und gönnte sich einen Viertele Roten, um das Schauspiel zu betrachten. Die Göttin Artemis griff helfend ein und verwandelte Amethyst in eine Quarzstatue, um sie vor den Raubkatzen zu schützen, doch leider ließ sich dieser Zauber nicht mehr rückgängig machen. Von Reue ergriffen brach Dionysos zusammen, vergoss seinen Wein über die Statue und erschuf so den purpurfarbenen Edelstein, den wir als Amethyst kennen.

Vermutlich hat der weinselige Dionysos in einer anderen Überlieferung grünen Veltliner getrunken, denn Amethyste gibt es nicht nur in den bekannten Violettnuancen, sondern auch in einem kühlen Grünton. Diese Farbvariante des Amethysts wird PRASIOLITH genannt.

Gegenwärtig ist Brasilien das bekannteste Abbaugebiet, doch auch Uruguay besitzt sehr gute Vorkommen. Andere Quellen liegen in Madagaskar, Kenia und Sambia.

Dem Amethyst werden außerdem zahlreiche übernatürliche Kräfte nachgesagt. Leonardo da Vinci schrieb dem Amethyst die Fähigkeit zu, böse Gedanken zu zerstreuen und den Verstand zu schärfen. Angeblich soll der Träger eines Amethysts bei Weingenuss nicht betrunken werden, aber diese Behauptung haben wir überprüft und können sie leider nicht bestätigen.

 

DIAMANT​

Über den Diamanten ist eigentlich schon alles gesagt. Er ist „unvergänglich“ und „a girl’s best friend“ sowie der härteste natürlich vorkommende Stoff. Sein Name leitet sich aus dem lateinischen Wort für „unbezwingbar“ ab. Auf dem Planeten Neptun regnet es Diamanten. Das bringt uns leider nichts, denn hier auf der Erde ist und bleibt er der wertvollste Edelstein. 

Der Wert jedes einzelnen Diamanten setzt sich aus den 4 Cs zusammen – carat, clarity, colour und cut. Das bedeutet: das Gewicht des Steins ausgedrückt in Karat, die Reinheit des Steins, d.h. wie viele Einschlüsse er aufweist, der genaue Farbton – ein Diamant muss nicht immer weiß sein – und schließlich der Schliff.

Der mit Abstand beliebteste Schliff bei diesen wundervollen Steinen ist der Brillantschliff, weil seine 56 Facetten und die Runde Form das Feuer des Diamanten am besten zur Geltung bringen.

 

MALACHIT​

Der Name Malachit leitet sich von dem griechischen Wort für „Malve“ ab, denn seine intensiv-grüne Farbe soll an deren Blätter erinnern. Die alten Ägypter schnitzten aus diesem Stein Skarabäen und Amulette, oder zermahlten ihn, um das Pulver als Lidschatten zu verwenden. Auch auf der berühmten chinesischen Terrakotta-Armee finden sich Rückstände von Malachit-Pigment.

Malachit ist ein Stein, der behutsam behandelt und vor starker Sonneneinstrahlung und dem Kontakt mit Wasser geschützt werden möchte. Wir sind jedoch seiner Farben und den faszinierenden Streifen verfallen, so dass wir ihm unseren GREEN GIANT Ring gewidmet haben.

 

KARNEOL

Der Karneol wurde schon im Altertum als Schmuckstein geschätzt und zierte dort vor allem Ringe. Wegen seiner blutroten Färbung bezeichneten die alten Ägypter ihn als „Lebensstein“. Johann Wolfgang von Goethe schrieb „Talisman in Karneol,

Gläub’gen bringt er Glück und Wohl“ und für Hildegard von Bingen war er einer der wichtigsten Schmucksteine. Zudem soll er Männer für Frauen unwiderstehlich machen. Wir finden: Liebe Männer, probiert es aus, es kann ja nicht schaden!“

In unserem RED GIANT Ring zeigt sich der Karneol mit seinen interessanten weißen Streifen von der besten Seite. Und weil kein Stein dem anderen gleicht, ist dieser Ring ein ganz besonderes Einzelstück.

 

SPINELL

Der Spinell ist ein wahres Multitalent. In der Härte kann er es fast mit dem Diamanten aufnehmen. Woher er seinen Namen hat, ist nicht ganz klar, aber wenn wir unsere CROW und RAVEN Ketten betrachten, möchten wir der Theorie zustimmen, dass er ihn dem altgriechischen Wort für "funkeln" verdankt. Lange Zeit galt der Spinell als Hochstapler, weil sich einige der berühmtesten Rubine der Schmuckgeschichte als Spinelle entpuppten – z.B. in der Zarenkrone von Katharina der Großen, oder in den britischen Kronjuwelen.

Seit einiger Zeit feiert der Spinell jedoch ein fulminantes Comeback. Für uns ist er der König der Bescheidenheit, denn obwohl er sich hinter keinem schwarzen Diamanten verstecken muss, ist er deutlich erschwinglicher.

 

MONDSTEIN

Woher der Mondstein seinen Namen hat, erkennt man auf den ersten Blick. Dieses zarte Mineral wird ausschließlich als Schmuckstein verwendet und passt mit seiner blau-grau schimmernden Farbe zu absolut jedem Hautton. Außerdem gilt er als einer der wichtigsten Heilsteine überhaupt, aber wir mögen unsere LUNA Ketten einfach, weil sie so hübsch und vielseitig sind.

 

 

Allgemein gilt: Farbedelsteine strahlen gern allein. Daher sollte man sie nicht zu lange starkem Licht aussetzen, da sie sonst verblassen könnten. Alle weiteren Tipps zur Pflege und Aufbewahrung findet ihr hier.